Neue Modellflugregelungen

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2017 sind die Vorgaben für Modellflugsportler verschärft worden. Hier ein Auszug aus der Seite des DMFV:

1. Kenntnisnachweis

  • Für das Steuern eines Flugmodells mit einer Startmasse von mehr als 2 Kilogramm ist ab dem 01. Oktober 2017 gemäß § 21a Abs. 4 LuftVO ein Kenntnisnachweis erforderlich
  • Einweisung in die Grundlagen der Anwendung und der Navigation von Flugmodellen, der einschlägigen rechtlichen Grundlagen und der örtlichen Luftraumordnung
  • Voraussetzung auch außerhalb von Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis (AE) ein Flugmodell in einer Flughöhe über 100 Meter über Grund steuern zu dürfen (der Platz des MFC Uelsen e.V. hat eine AE).
  • Ebenso ist ein Kenntnisnachweis erforderlich, wenn alleine oder zu zweit am Platz geflogen wird. Erst ab 3 Piloten ist ein Flugleiter Pflicht, erst dann wird die Voraussetzung für die AE erfüllt, sodass ab dann der Kenntnisnachweis nicht mehr erforderlich ist und die obige Regelung gilt.
  • Diese Möglichkeit gilt nicht für Flugmodelle der Kategorie „Multikopter“. Diese dürfen auch mit Kenntnisnachweis nicht über eine Flughöhe von 100 Meter über Grund gesteuert werden. Nur auf Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis, bei denen ein Flugleiter eingesetzt ist, können Multikopter über 100 Meter über Grund geflogen werden, soweit der Betrieb in Sichtweite geschieht.
  • Der Kenntnisnachweis darf erst ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden. Dies bedeutet praktisch ein Flugverbot für Jugendliche und Kinder unter 14 Jahren mit Modellen schwerer als 2 Kilogramm. Dieses Verbot gilt nicht auf Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter, da für den Betrieb auf diesen Geländen – auch über 100 Meter – kein Kenntnisnachweis notwendig ist. Daher dürfen Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren auf Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter auch Modelle über einer Startmasse von 2 Kilogramm über 100 Meter über Grund steuern.
  • Inhaber einer gültigen Lizenz als Luftfahrzeugführer benötigen keinen Kenntnisnachweis. Unter „Erlaubnis als Luftfahrzeugführer“ ist zu verstehen: die Lizenz für Luftfahrzeugführer gem. § 2 Abs. 1 Nr. 1 LuftPersV (Piloten von Flugzeugen, Hubschraubern, Segelflugzeugen, Ballonen und Luftschiffen oder der Luftfahrerschein oder Ausweis gem. § 2 Abs. 1 Nr. 2 LuftPersV (beispielsweise Ultraleichtflugpiloten oder Gleitschirmflieger). Personen, die einen gültigen UAS-Kenntnisnachweis oder einen Ausweis für Steuerer von Flugmodellen mit einem Startgewicht von 25 bis 150 Kilogramm besitzen, benötigen keinen zusätzlichen Kenntnisnachweis.
  • Wichtig: Der Kenntnisnachweis ist nur für den Betrieb von Flugmodellen im Sport- und Freizeitbereich gültig. Für den gewerblichen Betrieb gelten andere Voraussetzungen. Eine missbräuchliche Nutzung ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Ordnungsgeld in Höhe bis zu 50.000,– Euro bestraft werden.

 

  • Über die Internetseite des DMFV in einem Online-Verfahren kann der Kenntnisnachweis erworben werden. Hier geht es direkt zum Kenntnisnachweis  

 

2. Kennzeichnungspflicht für Flugmodelle

  • Flugmodelle ab einer Startmasse von 250 Gramm unterliegen ab dem 01. Oktober 2017 der Kennzeichnungspflicht. Sie erfordert, dass der Eigentümer eines Flugmodells an sichtbarer Stelle seinen Namen und seine Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Modell anbringen muss. 

 

Wichtig: Diese Informationen stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar, wer sicher gehen möchte, liest sich die weiteren Informationen auf der Seite des DMFV genau durch. Der Verein übernimmt keine Haftung auf Vollständigkeit!